Das Produktivitätswachstum hat sich in den entwickelten Volkswirtschaften verlangsamt. Aufgrund der demografischen Entwicklung ist dies für Deutschland besonders problematisch.Bildung, Forschung und Innovation sind Voraussetzungen für ein höheres Produktivitäts-wachstum. Es gilt, die Transformation von Wissen in wirtschaftlichen Erfolg zu stärken.Dabei sind die richtigen Rahmenbedingungen für private Investitionstätigkeit zu setzen, die zu einer höheren Innovationsfähigkeit der deutschen Wirtschaft führen dürfte
Produktivitätsentwicklung

Deutschland steht wie die meisten entwickelten Volkswirtschaften vor zwei großen Herausforderungen. Denn neben dem fortschreitenden demografischen Wandel belasten vor allem die geringeren Produktivitätsfortschritte das mittel- und langfristige Wachstumspotenzial. Zwischen den Volkswirtschaften gibt es dabei durchaus Unterschiede. Diese betreffen zum einen die Wettbewerbsfähigkeit. Hier entstand im Euro-Raum in den 2000er-Jahren eine große Diskrepanz, als sich die preisliche Wettbewerbsfähigkeit vieler Mitgliedstaaten gegenüber Deutschland merklich verschlechterte. Zum anderen ist der wirtschaftliche Aufholprozess vielerorts zum Stillstand gekommen, und es bestehen weiterhin erhebliche Produktivitätsunterschiede innerhalb Europas sowie zwischen den fortgeschrittenen Volkswirtschaften.

Demografie trübt Wachstumsaussichten

Das Arbeitsvolumen dürfte mittelfristig nur noch wenig zum Potenzialwachstum in Deutschland beitragen.
Gründe hierfür sind der im Zuge des demografischen Wandels zunehmende Renteneintritt der geburtenstarken Jahrgänge, die im Vergleich zu den Vorjahren verringerte Zuwanderung sowie eine geschätzte gleichgewichtige Arbeitslosenquote (NAIRU), die bereits auf einem historisch niedrigen Niveau liegt.
Bei der Partizipationsquote ist allerdings ein leichter Anstieg zu erwarten, nachdem diese seit Mitte der 1990er-Jahre bereits um rund 8 Prozentpunkte gestiegen ist. Nach den Daten der OECD weist Deutschland eine im internationalen Vergleich hohe Partizipationsquote auf. Dennoch gibt es weiterhin Unterschiede zwischen den Geschlechtern. So liegt die Partizipationsquote von Frauen noch immer rund 10 Prozentpunkte unterhalb derjenigen der Männer. In den kommenden Jahren dürfte der zunehmende Bevölkerungsanteil der 55- bis 70-Jährigen den Anstieg der Partizipationsquote bremsen, da diese Alterskohorten
Produktivität: Wachstumsbedingungen verbessern

Von der Arbeitszeit je Erwerbstätigengehen derzeit sogar leicht negative Wachstumsimpulse aus, wenngleich der Rückgang weniger stark ausfällt als noch in den 1990er- und 2000er-Jahren. Hauptverantwortlich hierfür war der damalige starke Anstieg der Teilzeitquote (Breuer und Elstner, 2017). Da vom Faktor Arbeit somit absehbar keine nennenswerten Wachstumsimpulse mehr zu erwarten sind, ist ein höheres Produktivitätswachstum notwendig, um das Wachstumspotenzial der deutschen Volkwirtschaft zu heben.
Maße für Produktivität erfassen das Verhältnis von erzeugtem Output zu den bei der Produktion eingesetzten Inputfaktoren. Im gesamtwirtschaftlichen Kontext kann Produktivität dabei in Bezug auf einzelne Produktionsfaktoren, insbesondere Arbeit und Kapital, ausgedrückt werden. So werden zur Messung der Arbeitsproduktivität nach Wirtschaftszweigen die preisbereinigte Bruttowertschöpfung und für die Gesamtwirtschaft das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Relation zum Arbeitseinsatz verwendet. Dabei kann zwischen der Stundenproduktivität und der Erwerbstätigenproduktivität unterschieden werden. Beim erstgenannten Konzept wird die Wirtschaftsleistung je Erwerbstätigenstunde berechnet, beim zweiten wird die Wirtschaftsleistung ins Verhältnis zur Anzahl der Erwerbstätigen gesetzt. Ein weiteres einfaktorielles Produktivitätsmaß ist die Kapitalproduktivität, die sich aus dem Verhältnis vom BIP zum Kapitalstock ergibt.
Aktuell fällt die Produktivitätsentwicklung in Deutschland äußerst schwach aus. Stundenproduktivität Prozentpunkte Kapitalintensität Totale Faktorproduktivität Veränderung zum Vorjahr (%) Veränderung des Potenzials zum Vorjahr (%) Projektionszeitraum 2024

Produktivität: Wachstumsbedingungen verbessern
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Allerdings ist die Produktivität bereits in den Jahren des Aufschwungs nur schwach gestiegen. Einerseits stellt der Beschäftigungsaufbau, etwa die Integration von Zuwanderern in den Arbeitsmarkt, eine erfreuliche Entwicklung dar und half in den vergangenen Jahren, Arbeitskräfteengpässe zu mildern. Andererseits hat die positive Arbeitsmarktentwicklung die zugrunde liegende Produktivitätsschwäche überdeckt. Angesichts des abzusehenden Rückgangs des Arbeitskräftepotenzials dürfte diese in den Wachstumsraten des BIP wieder stärker zutage treten. So schätzt der Sachverständigenrat in seiner Mittelfristprojektion für die Jahre 2018 bis 2024 eine durchschnittliche Zuwachsrate des Produktionspotenzials von 1,3 %. Zum Ende des Projektionszeitraums dürften allerdings vom Arbeitsvolumen keine positiven Wachstumsimpulse mehr ausgehen und das Potenzialwachstum auf dann nur noch 1,1 % fallen.

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Strukturelle Zerlegung der Produktivitätsentwicklung

Die Produktivität einzelner Inputfaktoren kann durch verstärkten Einsatz anderer Produktionsfaktoren oder durch den technischen Fortschritt gesteigert werden. So kann die gemessene Arbeitsproduktivität steigen, wenn Investitionen zu einem größeren oder produktiveren Kapitalstock führen, der es ermöglicht, mit dem gleichen Arbeitseinsatz mehr Output zu erzeugen. Eine Zerlegung des Produktivitätswachstums zeigt, dass vor allem der verhalten ansteigende Einsatz von Kapital für die trendmäßige Verlangsamung des Produktivitätswachstums seit Anfang der 1990er-Jahre verantwortlich war.
In der Vergangenheit wurde für Deutschland daher wiederholt eine Investitionsschwäche diagnostiziert. Betrachtet man die verschiedenen Kapitalgüter, so war es vor allem die schwache Entwicklung der Bauinvestitionen nachdem Abflauen des Wiedervereinigungsbooms, die sich negativ auf die Kapitalintensität auswirkte. Recht kräftig stellte sich die Entwicklung der Bauinvestitionen dagegen in den vergangenen Jahren dar. Neben einer erhöhten Nachfrage nach Wohnraum dürften die anhaltend niedrigen Zinsen ein wichtiger Impulsgeber für die private Bautätigkeit sein. Aufgrund der hohen Nachfrage nach Bauten und wegen Kapazitätsengpässen herrscht zugleich eine hohe Preisdynamik im Bausektor.
Bei den Investitionen der öffentlichen Handspielen die Bauinvestitionen mit einem Anteil von rund 53 % an den gesamten staatlichen Investitionen die wichtigste Rolle. Mit nur etwas mehr als 12 % fällt der Anteil des Staates an den gesamten Bauinvestitionen allerdings im Vergleich zum privaten Sektor gering aus. Zuletzt stieg der Anteil der staatlichen Investitionen am BIP wieder etwas an. Hierbei dürften gestiegene Baupreise eine Rolle gespielt haben. Eine weitere Ausweitung des Investitionsvolumens dürfte durch die Engpässe im Bausektor erschwert sein.

Die gewerblichen Bauinvestitionen machen dagegen nur einen geringen Teil der Unternehmensinvestitionen aus. Innerhalb der Industrie zeigt sich eine heterogene Entwicklung. So hat insbesondere der Fahrzeugbau seine Investitionen in den vergangenen zwei Jahrzehnten stark ausgeweitet. Dies ist insbesondere auf die gestiegene Wertschöpfung des Fahrzeugbaus zurück zuführen. Das Verhältnis von Investitionen zu Wertschöpfung hat sich seit den1990er-Jahren kaum verändert. Dagegen sind die Anlageinvestitionen der energieintensiven Industrien in demselben Zeitraum rückläufig.
Produktivität:

Eine Zerlegung der Wirtschaftsleistung in die einzelnen Produktionsfaktoren kann zwar Hinweise auf die Wachstumsfaktoren geben. Warum aber die Investitionen beispielsweise nicht stärker steigen, kann so nicht geklärt werden. Tiefere Einblicke können mithilfe struktureller makroökonomischer Modelle gewonnen werden. So kann beispielweise die Produktivitätsentwicklung auf angebots- und nachfrageseitige Faktoren zurückgeführt werden. Der Real-Business-Cycle-Theorie zufolge sind es vor allem Technologieschocks, die das Auf und Ab der Wirtschaftsleistung beeinflussen (Kydland und Prescott,1982; Long und Plosser, 1983). Neuere Ansätze der neu keynesianischen Theorie berücksichtigen zusätzlich, dass es kurzfristig zu einer Über- oder Unterauslastung von Produktionskapazitäten kommen kann, wenn sich das nominale Lohn- und Preisniveau aufgrund von Rigiditäten nicht sofort flexibel anpasst (Galí, 1999). Dann wirken sich nachfrageseitige Faktoren wie die Geldpolitik zumindest kurzfristig auf die reale Wirtschaftsleistung und somit auf die Produktivität aus.
Neben Technologieschocks kommt hierbei vor allem Investitionen in Forschung und Entwicklung eine wichtige Rolle zu. Schlechtere Finanzierungsbedingungen, etwa im Zuge von Finanzkrisen, können die Entwicklung und Adaption neuer Technologien behindern und so die Produktivität nachhaltig schwächen.

Für die Arbeitsproduktivität, gemessen als BIP je Erwerbstätigenstunde, zeigen die von der OECD veröffentlichten Zahlen, dass Deutschland und Frankreich in etwa das Niveau der USA erreichen.
Nachdem in den 1970er-Jahren noch ein erheblicher Rückstand bestanden hatte, gab es hier also eine Konvergenz. Japan und das Vereinigte Königreich konnten den Rückstand ebenfalls verringern, liegen jedoch auf einem niedrigeren Niveau. In Kanada zeigt sich im Vergleich mit den USA ein Rückgang der relativen Stundenproduktivität. Italien fällt seit Ende der 1990er-Jahre deutlich zurück.

Hier zeigt sich zudem, dass die Arbeitsproduktivität im Niveau seit dem Jahr2001 nahezu stagniert.
Produktivität: Wachstumsbedingungen verbessern
Die Entwicklung der preislichen Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands gegenüber dem übrigen Euro-Raum verlief in den vergangenen Jahrzehnten in zwei Phasen. Nachdem Deutschland vom Beginn der Währungsunion bis zur Finanz- und Wirtschaftskrise deutlich gegenüber dem übrigen Euro-Raum abgewertet hatte, stieg der reale effektive Wechselkurs seither wieder spürbar an.
Während die Arbeitsproduktivität nach dem Personen- und nach dem Stundenkonzept in Deutschland inzwischen nur rund 10 % höher liegt als zu Beginn des Aufschwungs im Jahr 2009 und zuletzt sogar leicht zurückging, stiegen die Löhne recht dynamisch an. Insgesamt führte dies dazu, dass die Lohnstückkosten schneller anstiegen als in den Jahren der Lohnmoderation.
Zugleich fiel das Wachstum der Lohnstückkosten in den übrigen Mitgliedstaaten der EWU geringer aus als vor der Krise und lag unter demjenigen Deutschlands. Seit rund zehn Jahren geht die preisliche Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands gegenüber dem übrigen Euro-Raum zurück.

Produktivitätsparadoxon der Digitalisierung

Der weltweite Rückgang des Produktivitätswachstums scheint im Widerspruch zu der Hoffnung zu stehen, die in die produktivitätssteigernden Wirkungen der zunehmenden Computerisierung sowie die Entwicklung neuer Anwendungen der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT), wie Cloud Computing, Maschinelles Lernen oder Künstliche Intelligenz, gesetzt wird. Zwar waren IKT-intensive Industrien für die zeitweise Beschleunigung des Produktivitätswachstums in den USA im Zeitraum von 1995 bis 2005verantwortlich (Jorgenson und Stiroh, 2000). Angesichts des weiteren Fortschritts in den IKT über die vergangenen Jahre erscheint die derzeitige schwache Entwicklung allerdings als Produktivitätsparadoxon.

Hierfür werden verschiedene Erklärungsansätze diskutiert.
Erstens könnte es Adaptionsverzögerungen geben (Brynjolfsson et al.,2019). Um die Möglichkeiten neuer Informationstechnologien zu nutzen, sind beispielsweise komplementäre Investitionen in Humankapital oder eine Anpassung der Organisationsstruktur von Unternehmen erforderlich (Bresnahan et al., 2002).
In der Vergangenheit waren Technologien, die zugrundlegenden Veränderungen der Produktionsstruktur geführt haben und hohe Produktivitätsgewinne nach sich zogen, ebenfalls von solchen Adaptionsverzögerungen betroffen (Comin und Hobijn, 2010). Beispielsweise dauerte es über 40 Jahre ab der Erfindung des elektrischen Antriebs, bis 25 % der Leistung in US-amerikanischen Fabriken elektrisch erzeugt wurden und sich dies in höheren Produktivitätsgewinnen zeigte (Atkeson und Kehoe, 2007). Entsprechend könnten sich die produktivitätssteigernden Auswirkungen der Computerisierung ebenfalls erst mit einiger Verzögerung zeigen.

Deutlich pessimistischer ist hingegen die zweite Einschätzung. Die zu erwartenden Produktivitätssteigerungen durch neue Informationstechnologienkönnten deutlich geringer ausfallen als diejenigen früherer Querschnittstechnologien. Viele Anwendungen von Big Data würden vorrangig zur Umlenkung von Marktanteilen und nicht zur Schaffung neuer Produkte verwendet. Zudem scheint es trotz voranschreitender Digitalisierung immer aufwendiger zu werden, neue Technologien zu erforschen. Beispielsweise ist die Geschwindigkeit, mit der es zu Verbesserungen der Prozessorleistung von Computern oder des Ertrags landwirtschaftlich genutzter Pflanzen kommt, trotz eines erheblichen Anstiegs des eingesetzten Forschungspersonals in den vergangenen 40 Jahren nahezu konstant geblieben (Bloom et al., 2017). Dies hat zu der Einschätzung geführt, dass die einfach zu erforschenden Technologien bereits erforscht sind (Cowen, 2011).

Eine dritte Erklärung für die geringen Auswirkungen der digitalen Technologien auf das gemessene Produktivitätswachstum könnten zunehmende Messprobleme sein. So könnte etwa die kostenlose Bereitstellung digitaler Produkte und Dienstleistungen dazu führen, dass zwar der Konsumentennutzen steigt, sich dies allerdings nicht in einer gestiegenen gemessenen Wertschöpfung niederschlägt. In der Folge nähme die Differenz zwischen dem BIP und der gesamtwirtschaftlichen Wohlfahrt zu (Brynjolfsson und McAfee, 2014). Außerdem ist denkbar, dass die Rate, mit der neue Produkte und Dienstleistungen in den Markt eingeführt werden, gestiegen ist. Dies könnte aufgrund der Probleme bei der korrekten Erfassung von Qualitätsverbesserungen und deren Berücksichtigung in der Inflationsmessung dazu führen, dass die Inflationsraten überschätzt und das Wachstum des realen BIP unterschätzt werden (Aghion et al.,2019).

Allerdings werden diese Argumente von verschiedenen Autoren angezweifelt. Aghion et al. (2019) zeigen, dass die Rate, mit der neue Produkte auf den Markt kommen oder neue Märkte erschlossen werden, in den USA nicht zugenommen hat. Syverson (2017) stellt den Zusammenhang der Messproblematik mit IKT infrage und bezweifelt zudem die quantitative Relevanz der Messproblematik. Zum einen zeigt sich, dass in Ländern mit höherer Wertschöpfung in IKT-Industrien der Rückgang des Produktivitätswachstums nicht höher ausgefallen ist. Zum anderen würden sogar optimistischste Schätzungen des zusätzlichen Konsumentennutzens durch IKT maximal ein Drittel des Rückgangs des Produktivitätswachstums erklären. Gleichzeitig würden diese optimistischen Schätzungen für die IKT-Industrien selbst ein nicht plausibles, da deutlich zu hohes, Produktivitätswachstum bedeuten.

Wachstumsbedingungen verbessern

Für Deutschland legen Elstner et al. (2018) nahe, dass Verbesserungen von IKT zwei gegenläufige Effekte erzeugt haben. Einerseits steigt die Arbeitsproduktivität bei gegebenem Arbeitseinsatz. Andererseits führt dies zu einer erhöhten Arbeitsnachfrage, wodurch bei abnehmenden Grenzerträgen die durchschnittliche Arbeitsproduktivität wiederum sinkt. So haben Verbesserungen von IKT in der Vergangenheit das BIP wie den Arbeitseinsatz erhöht, so dass per Saldo kein signifikanter Produktivitätseffekt mehr resultierte. Somit haben sich diese beiden Effekte gegenseitig neutralisiert.

Adaptionsverzögerungen dürften für Deutschland ebenfalls eine hohe Relevanz besitzen. Im Vergleich zu anderen entwickelten Volkswirtschaften liegt Deutschland bei der Nutzung von digitalen Technologien und beim Ausbau der digitalen Infrastruktur eher im Mittelfeld, was auf stärkere Adaptionsverzögerungen hindeutet (OECD, 2019a). Zudem ist der Anteil von IKT-Kapital in Deutschland deutlich geringer als etwa in den USA (Strauss und Samkharadze,2011), weshalb ein geringerer positiver Effekt durch eine höhere Produktivität im IKT-Bereich auf die Gesamtproduktivität zu erwarten ist. Dies bedeutet darüber hinaus, dass die Abschätzungsmethodik von Syverson (2017) für Deutschland weitaus geringere Messfehler implizieren würde als für die USA, da die quantitative Rolle der Messprobleme mit dem Anteil der IKT-Industrien an der Wertschöpfung zunimmt. Inwiefern die Hoffnungen, die in das Produktivitätswachstum durch IKT gesetzt wurden, übertrieben sind, ist für Deutschland noch nicht untersucht worden. Ebenso wenig ist klar, ob die höhere Komplexität von Forschung und Entwicklung zu einem Anstieg der Innovationskosten in Deutschland geführt hat. Untersuchungen für die Mitgliedstaaten der OECD legen dies jedoch nahe (Bloom et al., 2017).
Zudem wären aufgrund von Spillover-Effekten negative Konsequenzen für das deutsche Produktivitätswachstum zu erwarten, wenn die Innovationskraft in anderen entwickelten Volkswirtschaften sinkt.

Hallo Herr Trollmann,

Vielen Dank für Ihre tolle Organisation und Flexibilität letzte Woche!

Wir hatten tolle und wertvolle zwei Tage.

Ich hoffe Sie haben den weiten Weg noch gut nach Hause geschafft am Freitag.

Viele Grüße,

Elisabeth Jahl

Die Kunst, den Teamgeist zu fördern

Es ist gar nicht so einfach, mehrere Menschen für ein Ziel bzw. für die Unternehmensziele zu begeistern. Passen die Mitarbeiter nicht zusammen oder kommt es zu Konflikten, dann leidet das Betriebsklima. Und das kann sich wiederum negativ auf den wirtschaftlichen Erfolg auswirken. Denn die von den Diskrepanzen betroffenen Mitarbeiter fühlen sich in dem Betrieb nicht mehr wohl, was sich letztendlich in einer Demotivation und Leistungsminderung bemerkbar macht.

Deshalb ist es wichtig, den Teamgeist zu fördern.

Geführte Wanderung durch die Breitachklamm

Unweit von Tiefenbach liegt der Eingang zur Breitachklamm. Ein Naturwunder ohnegleichen! „Da wallet und siedet und brauset und zischt“ das Wasser der Breitach durch die enge Schlucht.

Mit fast hundert Meter hohen senkrechten und überhängenden Wänden, stürzt donnernd über hohe Felsbänke, strudelt durch tiefe Gumpen und versprüht sich in feinste Tröpfchen, in denen das Licht spielt. Manche der düsteren Klammwände haben noch nie die Sonne gesehen. Tiefgrüne Moose und zierliche Farne lieben die Feuchte und einige unerschrockene Fichtenbäume haben sich kühn auf kleinsten Felsvorsprüngen angesiedelt.

Früher hieß sie der „Große Zwing“

Seit 1905 ist die Breitachklamm als Wanderweg erschlossen. Früher hieß sie der „Große Zwing“. Ermutigt von ihrem Pfarrer, Johannes Schiebel, war es fürwahr ein beachtliches Unternehmen der Tiefenbacher, einen gangbaren Weg durch die gewaltige Schlucht zu bahnen.

Biathlontag

Der garantierte Spaßfaktor mit Wettkampfgefühl

WM – Langlaufarena Ried

Laufen Sie auf den Spuren der Weltmeister von 2005! Das neue „WM-Langlaufstadion Ried“ ist der Ausgangspunkt auf die WM-Loipen.

Einweisung in die Lasergewehre und Biathlontraining

Erlernen der Grundsätze des Biathlonschießens

 Handhabung des Lasergewehres

 Sicherheitsvorschriften zum Schießen

 Liegendposition mit Gewehrfixierung und Atemtechnik

Stehendposition mit Gewehrfixierung und Atemtechnik

 Anfahrt zum Schießstand

 

 Verlassen des Schießstandes

 Biathlonwettkampf

 

anschließender Gaudiwettkampf im Biathlon

 

Klettern draußen in der Natur. Auch das ist möglich in den Oberstdorfer Klettergärten.

Klettergarten Burgbichl

Klettern mit wunderbarer Aussicht auf Oberstdorf und die Berge

Man findet hier Touren mit dem Schwierigkeitsgrad II+ bis hin zu anspruchsvollen 6

 

Klettern draußen in der Natur. Auch das ist möglich in den Oberstdorfer Klettergärten.

Klettergarten Burgbichl

Klettern mit wunderbarer Aussicht auf Oberstdorf und die Berge

Man findet hier Touren mit dem Schwierigkeitsgrad II+ bis hin zu anspruchsvollen 6

Teambuilding beim Canyoning

Irrtümer im Management „Talent und Potenzial“

 

Eine der größten Irreführungen im Personalwesen der letzten Jahre wurde durch den großsprecherischen Slogan vom „War for Talent“ eingeleitet.

Es gibt zwischenzeitlich kaum eine Präsentation von Personalleuten ohne das Wort „Talent“.

In Wirtschaft und Politik ist in der Vergangenheit nicht selten ein bestimmter Typus von Manager in hohe und höchste Stellen gelangt. Dieser Typ versteht es geschickt, seine tatsächliche Unfähigkeit zu verschleiern; er beherrscht die die Rituale und den Small Talk; er weiß, wem und wie er schmeicheln muss.

Die weit verbreiteten Mängel bei den Personalentscheidungen machen es ihm oft leicht, weil auf Position und nicht auf Ergebnisse geachtet wird.

Zwar bestreite ich nicht, dass es Talente gibt. Doch ich bestreite, dass sie im Management und für den Erfolg eines Unternehmens von wesentlicher Bedeutung sind.

Im Management sind nicht Talente, sondern Resultate erforderlich. Jeder kennt genügend Leute, denen man durchaus Talent zuschreiben kann, die es allerdings nie zu etwas gebracht haben.

Wenn man schon nicht ohne das Wort „Talent“ auskommen will, dann sollte man sich wenigstens auf die Nutzung von Talenten konzentrieren, denn nicht das Talent als solches ist wichtig, sondern was man daraus macht.

Ebenso Potenzial es ist eine Möglichkeit, ein Versprechen, nicht selten – ein leeres Versprechen, etwas, worauf man hoffen kann. Leistung  dagegen ist etwas bereits Nachgewiesenes, etwas, worauf man bauen kann.

Es ist schlichtweg unmöglich, Potenzial zuverlässig zu beurteilen. Das einzige, was man zutreffend bestimmen kann, sind die Leistung, die jemand erbracht hat, und die Stärken, die er dabei unter Beweis gestellt hat. Alles andere ist Vermutung, Hoffnung, Projektion.

Wenn man Menschen zu Leistung bringen will und Ergebnisse für das Unternehmen braucht, dann müssen die Stärken von Menschen mit den Aufgaben zur Deckung gebracht werden. Zugegeben, das ist nicht einfach. Doch es ist wesentlich leichter, Aufgaben zu verändern als Menschen.

Gut geführte Unternehmen legen den Schwerpunkt auf die Aufgaben. Damit erzielen sie durchschlagende Erfolge, und zwar mit ganz gewöhnlichen Leuten, den auch sie haben keine Universalgenies als Mitarbeiter.

Dieter Trollmann

Natur Events

www.naturevents.eu

trollmann@naturevents.eu


Von Natur Events Ihr Partner für Personalentwicklung – Teambildung – Events.

Im Rahmen der Arbeitsorganisation wird die Teamarbeit seit den 1970er Jahren erprobt, um die Produktivität zu steigern und die negativen Folgen des Taylorismus einzudämmen.
Als Teambildung oder Teamentwicklung werden innerhalb der Personalentwicklung die Phasen und Strukturen der Zusammensetzung von kleinen Gruppen bezeichnet, die unmittelbar miteinander in Kontakt treten um in arbeitsteiliger Verantwortung ein Ziel zu erreichen.Teamarbeit soll nicht dem Zufall überlassen werden; aus diesem Grund hat die Teamentwicklung unter anderem das Ziel, ein positives Arbeitsklima zu schaffen und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zu gewährleisten.
Teambildung/-entwicklung kann dabei zum einen ein Prozess sein, den Arbeitsgruppen und Teams im Verlauf ihres Bestehens automatisch phasenweise durchlaufen, zum anderen auch ein aktiver, gesteuerter Prozess, der der Verbesserung der Zusammenarbeit von Mitarbeitern, insbesondere bei zeitlich befristeten Projekten dient.Es sollen Kooperationsbereitschaft und Teamgeist gefördert werden, um die Arbeitseffizienz des Teams zu steigern.
Dabei ist zu beachten, dass nicht nur die effiziente Zusammenarbeit innerhalb des Teams gewährleistet ist, sondern auch die Zusammenarbeit zwischen dem Team und dem Vorgesetzten. Zudem sollen Unzufriedenheiten in den Teams beseitigt werden.
Wir von Natur Events optimieren dabei nicht nur Kompetenzen einzelner Teammitglieder oder der ganzen Gruppe (z. B. Kommunikation), sondern ordnen auch Strukturen der Zusammenarbeit neu.
Als Methoden setzen wir von Natur Events neben Training und Coaching moderierte Workshops, Feedback-Techniken oder Outdoor Training ein.

Teambildung im Rahmen der Personalentwicklung
Innerhalb der Personalwirtschaft wird auch die ressourcenorientierte Zusammenstellung von Teams aufgrund der zu erledigenden Aufgaben und vorhandener Kompetenzen angewendet. Ausgehend davon, dass ein idealtypisches Arbeitsteam alle zur bedarfsgerechten Erledigung einer Arbeit erforderlichen Kompetenzen in sich vereinigen sollte, kann aufgrund geeigneter eignungsdiagnostischer Maßnahmen festgestellt werden, welche Ressourcen fehlen bzw. zu stark vertreten sind.

Eine Übersicht der Trainings- und Eventangebote finden Sie unter www.naturevents.eu

Dieter Trollmann

Kommunikation

Der  Dialog erweitert das Weltbild. Nicht zufällig wird das griechische „di-alogoi“ auch mit „Weltursprung“ übersetzt.

Kommunikatives Verhalten das heißt neu-gierig sein, das heißt einschließend, zulassend denken und reden. Das heißt wenigstens, die Sichtweise des anderen nicht mit der Bemerkung „Aber sehen Sie das doch mal objektiv!“ vom Tisch zu wischen. Das heißt auch, nicht mit vorgefasster Meinung in ein Meeting gehen. Das heißt, nicht die „einzig mögliche“ Lösung irgendeines Problems durchsetzen zu wollen. Das heißt grundsätzliche Offenheit für  alternative Handlungsmöglichkeiten.

Wer als Führungskraft die eigene Sichtweise als ausschließlich „seligmachende“ durchsetzen will, der hat ent-schieden – und sich damit vielleicht vom Mitarbeiter

ge-schieden. Das ist nicht gut oder schlecht, sondern es hat Konsequenzen. Denn es verkleinert die wirtschaftlichen Möglichkeiten ohne Not.

Insgesamt steigt der Anteil an Vorurteilen bei Entscheidungen dramatisch an. Ich kann aber auch meinen Entscheidungshorizont erweitern. Durch Dialog. Durch einbeziehen vieler verschiedener Sichtweisen.

Eine dialogische Einstellung grenzt mithin andere Sichtweisen ein, nicht aus; sie lebt vom offenen kommunikativen Austausch und fördert Beschlüsse auf breitem Konsens.

Dialogisch führen heißt daher auf der Verhaltensebene:

  • Zum Gespräch einladen und die richtigen Fragen stellen.
  • Möglichst viele Sichtweisen einbeziehen.
  • Auf breitem Konsens beschließen.

Wann aber könne Sie sicher sein, dass es ein echter Dialog war?

Wenn Sie aus dem Gespräch anders herauskommen, als Sie hineingingen. Das ist das Gütekriterium des Dialogs. Ein Dialog, aus dem Sie unverändert herauskommen, war keiner. Denn niemand hat alle Wahrheit für sich gepachtet.

 

Kommunikationstraining – Kommunikationstechnik und Gesprächsführung ist eine Grundvoraussetzung für die Zusammenarbeit aller am Leistungsprozess eines Unternehmens beteiligten Stellen.

Informationen sind für ein Unternehmen wertlos, wenn sie nicht an die Stelle gelangen, wo der Beitrag für die Aufgabenerfüllung zu leisten ist.

Erst durch das Senden, Empfangen, Speichern und Verarbeiten von Informationen wird die Voraussetzung dafür geschaffen.

Information und Kommunikation im Unternehmen bedingen sich gegenseitig: Sie sind von gleicher Bedeutung.

Das Wissen, welche Einzelfaktoren kommunikationsrelevant sind und welche Wirkung sie auf den Menschen haben, ist die Voraussetzung

In unserem Kommunikationstraining / Gesprächsführung werden neben Kommunikation Übungen auch Outdoor-Aktivitäten eingebunden