Ein wirtschaftlicher Aufholprozess ist dringend erforderlich, um ein verlorenes Jahrzehnt abzuwenden

Mangelnde Voraussicht, Nichtbereitschaft zu handeln, wenn Maßnahmen einfach und wirksam wären, Mangel an klarem Denken, ein Durcheinander von Ratschlägen, bis der Notfall eintritt, bis der Selbsterhaltungstrieb Alarm schlägt – dies alles sind die Merkmale der endlosen Wiederholung der Geschichte.

Globale Trends bis 2030: Kann die EU die anstehenden Herausforderungen bewältigen?

Die starken Kräfte, die den globalen, in den frühen Neunzigern begonnenen Wandel steuern, verändern die Welt immer tiefgreifender und schneller. Die Welt wird zusehends komplexer, herausfordernder und auch unsicherer.

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek: Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.dnb.de abrufbar. © 2021 Dieter Trollmann Herstellung und Verlag:
BoD – Books on Demand, Norderstedt ISBN: 978-3-7557-3683-7

Oder bei Amazon:
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Dieter Trollmann

Dipl. Betriebswirt, Unternehmensberater

Trainingsschwerpunkte:
Management-Training
Teamtraining, Teambildung und –entwicklung
Vertriebstraining
Kommunikation,
Motivationstraining,
Konfliktmanagement,

Langjährige Praxiserfahrung in den Bereichen:
Unternehmensberatung, Restrukturierung & Sanierung, Organisationsberatung- und Effizienzmanagement, Marketing/Vertrieb, Teambildung- Teamentwicklung, Kommunikation, Coaching.

Inhalt Auszug:
Umgestaltung der Wirtschaft
■ Europa benötigt eine neue Plattform für nachhaltiges, anhaltendes Wirtschaftswachstum. Es ist gefährlich, Wachstum als zyklisches Phänomen anzusehen, das wieder zurückkehren wird. Ein hohes Schuldenniveau ist ein schweres Handicap in Europa und in anderen Teilen der Welt, und die Schwellenländer sind nicht unbedingt dazu bestimmt, ein kraftvoller Motor für die Weltwirtschaft zu sein. Das Ziel der Konjunkturbelebung in Europa kann vor allem durch Innovation, und zwar nicht allein digitale oder technologische, sondern auch gesellschaftliche Innovation sowie Innovation in der Gestaltung und Ausführung der Ordnungspolitik selbst erreicht werden.

■ Mobilisierung öffentlicher und privater Investitionen zur Förderung der europäischen Wirtschaft. Eine stärkere Konvergenz öffentlicher und privater Investitionen, unter anderem die Einbeziehung privater Rücklagen, würde die Schaffung von Arbeitsplätzen stimulieren und dazu beitragen, das europäische Modell der sozialen Marktwirtschaft zu erhalten.

■ Vollendung des Binnenmarkts.
Der Binnenmarkt für Waren und Dienstleistungen ist noch lange nicht vollendet, vor allem aufgrund des Widerstandes einzelner Akteure, die ein Interesse daran haben, den Status quo aufrechtzuerhalten. Tatsächlich sind selbst für die Bereiche, die der Vollendung näher sind, wie der Industriesektor, regelmäßige Aktualisierungen erforderlich, um Marktentwicklungen zu berücksichtigen. Selbst im Dienstleistungssektor, wo das Wachstumspotenzial am größten ist, wird die Kluft
immer größer. Kraftvolle Initiativen sind erforderlich, um derartige Trends umzukehren.

■ Verbesserte Steuerung des Euroraums.
Die Verwaltung und Senkung der öffentlichen Schulden im Euroraum sowie
die endgültige Sanierung des Bankensystems werden politische Einheit und Entschlossenheit erfordern. Kurz und mittelfristige Aufgaben sind die Koordinierung und Durchführung wichtiger wirtschaftlicher Reformen in den Volkswirtschaften der Mitgliedstaaten und die Vollendung der Wirtschafts und Währungsunion (WWU). Eine längerfristige Agenda könnte die verbesserte Koordinierung der Steuer und Arbeitspolitik zur Anpassung an die verbesserte Haushalts und wirtschaftspolitische Überwachung, Fortschritte in Richtung projektbezogener Anleihen und möglicherweise angemessene zentrale Finanzierungsmöglichkeiten beinhalten.
Bei all diesen Verfahren wird es unerlässlich sein, einen ausreichenden Zusammenhalt zwischen den Mitgliedstaaten innerhalb und außerhalb des Euroraums aufrechtzuerhalten.

Förderung einer Gesellschaft des Wandels und der Innovation

■ Eine wirkliche digitale Revolution. Die Europäische Union und ihre Mitgliedstaaten müssen mit den Spitzenakteuren gleichziehen, um eine gewisse Führung in der technischen und industriellen Innovation wiederzuerlangen, insbesondere im schnell wachsenden digitalen Wirtschaftssektor. Dafür ist es wichtig, dass die Akteure Spitzenforschung liefern können und dass ihnen der Markteintritt erleichtert wird. Einzelpersonen werden neue Muster des Verbrauchs, der Arbeit und der Kommunikation annehmen müssen. Auf europäischer Ebene wird die Vollendung des Binnenmarkts wesentlich sein, um der Europäischen Union zu ermöglichen, ein höheres Wachstum ohne Schulden zu erreichen und die aktuelle Arbeitslosenrate zu senken.

■ Aufbau eines europäischen Raums für Forschung und Innovation.
Trotz der EU Programme führt die Fragmentierung der Forschung und Entwicklung sowohl im öffentlichen als auch im privaten Sektor zu Ineffizienz, Mangel an kritischer Masse und vielen unterschiedlichen Produktstandards. Die Mobilität der Wissenschaftler zwischen der akademischen Welt und der Industrie und mutige Initiativen sind sicherlich wichtige Voraussetzungen für wirksamere Investitionen und maximale Innovation.

■ Umdenken in der Bildung.
Die Rentabilität von Investitionen in das Bildungssystem muss in ganz Europa gründlich neu bewertet werden. Die gegenwärtig hohen Ausgaben verhindern nicht ein zunehmendes Missverhältnis zwischen Qualifikationsangebot und nachfrage, den digitalen Analphabetismus und vorzeitigen Schulabgang, der zur Ausgrenzung vieler junger oder auch älterer Arbeitnehmer vom Arbeitsmarkt führt. Eine unzulängliche sprachliche Ausbildung ist ein Hemmnis für die Arbeitskräftemobilität. Europas frühere Fortschritte in Bezug auf wichtige arbeitsmarktrelevante Kompetenzen gehen mitunter im Vergleich mit anderen führenden oder Schwellenländern verloren. Neue Bildungsmaßnahmen und neue Strategien für lebenslanges Lernen sollten auf dauerhafte Spitzenleistungen und eine größere Beteiligung am Arbeitsmarkt abzielen